Großprojekt lässt die
Strussingalm in Werfenweng
bis 2027 neu entstehen
Ein umfassendes Großprojekt haucht der Strussingalm in Werfenweng neues Leben ein: Bis 2027 entsteht direkt an der Talstation des Strussing-4er-Sessellifts ein moderner Ganzjahresbetrieb mit Gastronomie und Beherbergung. Damit soll das Skigebiet sowohl für Urlaubsgäste als auch für Einheimische weiter an Attraktivität gewinnen.
Seit Sommer 2025 tut sich wieder was auf der Werfenwenger Strussingalm. Ein umfassendes Vorhaben verleiht der zuletzt ungenutzten Hütte im Skigebiet des Bergdorfs ein neues Leben.
Bauarbeiten bis Sommer 2027
Umgesetzt wird das Vorhaben vom aus Sachsen stammenden Unternehmer-Duo Stephan Göbel und Erik Berthel gemeinsam mit einem tschechischen Investor. Ihr Ziel: ein ganzjährig geöffneter Betrieb, der sowohl Urlaubsgäste als auch Einheimische gleichermaßen anspricht. „Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg“, sagt Göbel. Die Bauarbeiten werden sich noch bis in den Sommer des nächsten Jahres erstrecken. Geplant ist ein zusammenhängender Restaurant- und Beherbergungskomplex direkt an der Talstation des Strussing-4er-Sessellifts. „Im nächsten Winter starten wir mit dem Restaurant, der Beherbergungsbetrieb, der Platz für 16 Gästezimmer und zwei Appartements bietet, folgt – wenn nichts dazwischenkommt – im Sommer 2027“, führt der deutsche Unternehmer weiter aus.
Tourismus und Einheimische Seite an Seite
Das Konzept ist bewusst breit angelegt. „Internationale Hotelgäste sollen sich bei uns ebenso wohlfühlen wie Wanderer, Radfahrer und Wintersportler, die spontan einkehren“, so Göbel. Auch wenn das Zweigespann bislang nur teilweise im Tourismus tätig war, sehen die beiden darin einen Vorteil. „Neue Blickwinkel und der Mut, eigene Ideen umzusetzen, sind unsere Stärke“, betont das Duo. Mit beruflichen Stationen im Personalwesen und im Management bringen sie dennoch einschlägige Erfahrung mit in den Pongau.
Werfenweng hält zusammen
Schon von Beginn an waren die Verantwortlichen des Projektes angetan von Werfenweng und seinen Gastronomen. „Uns imponierte praktisch sofort, dass hier wirklich der gesamte Ort an einem Strang zieht. Betriebe helfen einander und man arbeitet gemeinsam daran, Werfenweng stetig weiter zu verbessern. Da wollen wir mit der Strussingalm auch natürlich unseren Beitrag leisten“, heben Stephan Göbel und Erik Berthel hervor. Es würde aber nicht nur in der Gastronomie einander geholfen. „Ich muss hier auch die Bergbahnen mit einbeziehen, die wirklich tolle Arbeit leisten und die Pisten für die Gäste in tollem Zustand halten.“
Kritik an fehlender Gastro reißt ab
Dass sich mit der Strussingalm ein weiterer Gastronomiebetrieb entlang der Werfenwenger Pisten engagiert, wird auch vom örtlichen Tourismusverein begrüßt. Nach der Eröffnung der Hütte „minimal:isst“ von Jakob Herrmann vor etwas mehr als einem Jahr sei dies ein weiteres wichtiges Signal für die Belebung des Skigebiets. „Wir sind sehr froh, dass nicht nur im Ort, sondern auch am Berg wieder einiges passiert“, schildert Josef Holzmann, Geschäftsführer des Werfenwenger TVB. Mit der minimal:isst-Hütte, der Bischling, der Auszeit-Alm, dem Ladenberg, dem Jagastüberl und dem für heuer umgesetzten Schirm an der Strussingalm blickt der Tourismus-Chef auf ein seiner Meinung nach sehr gutes Gastro-Angebot auf Werfenwengs Pistenkilometern.
Quelle: Salzburger Nachrichten; Pongauer Woche; Artikel von Peter Weiss am 04.02.2026